FREE HUMAN – Folge #5

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MINIMALSCHUHE I


Als Ergänzung zum Gehörten noch ein paar bewegte Bilder, um Dir zu verdeutlichen, was ich vor allem mit der Beweglichkeit der Sohle meine.

Kurz gesagt, ist allen sogenannten Barfußschuhen oder besser Minimalschuhen gemein, dass sie ein weitere Passform haben und keine Sprengung (Zero Drop), das heißt keinen Höhenunterschied zwischen Ballen und Ferse. Das war es aber auch schon.

Idealerweise ist die Form der Zehenbox dem menschlichen Fuß nachempfunden, also nicht spitz zulaufend und lässt ausreichend Platz, damit die Zehen auch gespreizt werden können. Das Material sollte weich und verformbar sein, die Sohle maximal beweglich und dünn genug, um ein sensorisches Feedback zu erlauben.  Für die Sensorik am Wesentlichsten ist aber tatsächlich die Verformbarkeit der Sohle und möglichst keine bis wenig weiche Dämpfung (Zero Cushioning, aber in Abhängigkeit vom geplanten Einsatz - Trailrunner wollen vielleicht etwas mehr Dämpfung). Die Sohle ist natürlich immer ein Kompromiss aus Haltbarkeit und Anwendungsfall/Profil. Vor allem der Ballen- und Zehenbereich sollte Bewegung in alle Richtungen zulassen, da der Mensch bei entsprechendem Feedback auch mit Schuhen mit den Zehen greift. Und das solltest Du bestenfalls Fall unterstützen.

Die Weite der Zehenbox ist mittlerweile ein Thema für sich. Mein Eindruck ist - es wird wieder schmaler. Meine erste Schuhe waren wirklich breit genug im Zehenbereich, dass aucu der kleine Zeh nicht an die anderen Zehen herangeklappt wurde, sondern sich tatsächlich auch abspreizen konnte, was beim Barfußgehen als Reaktion auf den Untergrund ebenfalls passiert. HIer gehen die Hersteller aber mittlerweile den modischen Kompromiss. Natürlich sehen Schuhe, die wirklich dem menschlichen Fuß nachempfunden sind etwas "entenschnabelig" aus. Aber leider sind mir die meisten Schuhe aller namhaften Minimalschuhhersteller mittlerweile zu schmal. Selbst bei den Chalasist zu beobachten, dass die Sohlenform von einem angeklappten kleinen Zeh ausgehen. Die Hammerzehe/halllux vulgus wird also verurteilt und bei jedem Social Media Info-Pic zum Vergelich der Schuhformen herangezogen, der kleine Zeh, der genauso für eine breite Basis uns Gesamtstabilität des Fußes wichtig ist, aber "geopfert".


Und beim nächsten Video schaue ich auch mehr in die Kamera. Versprochen!

MINIMALSCHUHE II


Jetzt vielleicht noch ein paar Worte zu sogenannten Zehenschuhen. Das sind Schuhe mit einer Zehenbox für jeden einzelnen Zeh. Seit kurzem besitze ich ein Paar. Gekauft habe ich sie mir vor allem für mein Lauftraining im Winter und für OCR. Nachdem ich einen Barfuß-Trailrunningschuh bestellt habe, ist mir beim Probelaufen im Haus aufgefallen, dass mein Gehirn beim Laufen ganz eigenartig auf einen Schuh reagiert. Außerdem sind meine Füße durch das viele Barfußlaufen und -gehen sehr breit geworden und die Zehen spreizen sich stärker. Damit sind sie dann tatsächlich zu breit für die eigentlich breite Zehenbox der gängigen Minimalschuhe. In der Folge wird mein kleiner Zeh an die anderen Zehen geklappt.

Deshalb als Alternative - Zehenschuhe. Die Schwierigkeit ist natürlich eine allgemeine Form für alle Füße zu finden. Hier habe ich Glück gehabt. Nur am großen Zeh muss der Stoff noch etwas nachgeben. Was bemerkenswert ist, ist das Laufgefühl. Dadurch, dass die Zehen einzeln beweglich sind und alleine durch den Stoff zwischen den Zehen auch leicht gespreizt werden, kann ich mit viel Gefühl, weich und leise gehen. Die ersten Laufversuche waren auch vielversprechend und es fühlte sich sehr natürlich an. Ich werde weiter berichten.

...und noch ein paar Vergleichsbilder zum Thema Socken.


Auch zu enge Socken beeinflussen ggf. die Fußverformung und verhindern, dass sich die Zehen normal bewegen können. Das heißt enge Socken "klappen" u.U. den großen, bestimmt aber den kleinen Zeh an die anderen Zehen heran. Achte also auch bei Socken auf eine natürliche Fußform, weiches flexibles Material und genug Platz, damit sich die Zehen spreizen können. Von der Fußfunktion her optimal sind Zehensocken. Leider ist die Haltbarkeit hier teilweise "unterirdisch".

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grenzwertig

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okay

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optimal

Auch noch zu beachten


Wenn Du Sportler bist oder planst, Deine Schuhe tatsächlich barfuß zu tragen, ist das Thema Reinigung oder Geruch zu beachten. Informiere Dich, ob die Schuhe oder zumindest eine Einlegesohle z.B. in der Waschmaschine gereinigt werden können. Einige Hersteller haben verschiedene Einlegesohlen im Programm. Filzeinlegesohlen können in der Regel schlecht gereinigt werden, haben eine relativ geringe Lebensdauer und rutschen gerne nach vorne, wenn sie sehr dünn sind.

Manche Schuhe besitzen keine Einlegesohle. Dadurch ist das Gefühl häufig intensiver. Hier kann es passieren, dass sich das Gewebe/Stoff (Sohlenfutter), dass direkt auf die Sohle geklebt oder genäht ist, ablöst oder Löcher bekommt.